Donnerstag, 31. Januar 2013

Jesus (3)_Gottes Sohn

Lange nichts mehr von mir hören oder lesen lassen. Das liegt daran, dass ich mit meiner Arbeit bei Compassion extrem beschäftigt bin. Trotzdem habe ich immer wieder zwischendurch mal Zeit, mich weiter mit meinem Vorhaben zu beschäftigen, Bücher über Jesus zu lesen. Habe neulich noch zwei weitere entdeckt: N.T. Wright und John Eldregde haben ebenfalls ihr Wissen über Jesus zwischen zwei Buchdeckel gepackt. Das Buch des englischen Theologen Wright habe ich bereits, Eldregde erscheint im März.
Aber ich bin ja immer noch bei Klaus Berger. Und der beschäftigt sich in seinem Buch "Jesus" unter anderem mit der Frage der Gottessohnschaft Jesu. Einige Zitate:
  • Gott verhält sich wie ein Liebender, ja wie ein Verliebter, der seiner geliebten Welt seinen Sohn gibt. Das kann man nur Liebe nennen.
  • Christliche Existenz kann nur darin bestehen, ein Leben lang über diese Liebeserklärung Gottes zu staunen.

Sehr gut erkannt von Herrn Berger. Diese Liebe Gottes ist größer als unser Verstand, deshalb will ich erst gar nicht versuchen, sie zu verstehen. Aber die treibende Kraft des dreieinigen Gottes ist vor allem das: LIEBE. Und zwar in ihrer reinsten Form, wie sie für Menschen unerreichbar ist. Da bleibt nur: Glauben - Staunen - Lieben.

Freitag, 7. September 2012

Jesus (2)_ Zugänge

Bin erstaunt, wieviel  Zuspruch der kleine Blog-Beitrag Jesus (1) ausgelöst hat. Scheint wirklich Interesse an ihm zu sein. Daher hier ein paar Fundstücke aus dem ersten Buch, das ich in das Weg-Gepäck gelegt habe: Klaus Berger, Jesus.
Berger stellt sich der Frage, wie man mit Jesus etwas anfangen kann. Und er kommt dabei zu vier Wegen: Die Bibel, die anderen, die Zeit und das Leiden. Ein paar Denkanstöße:
  • Jesus ist das Herzstück der Bibel, die man als Ganze kennen und lieben sollte, um Jesus zu verstehen.
  • Die Bibel ist in Wahrheit ein fremdes Buch. Sie muss uns fremd erscheinen, sonst hat sie keine Kraft. Sie enthält eben nicht die Menschenrechte, sondern spricht von Gottes Recht über den Menschen.
  • Die Bibel ist kein Konsumartikel. Sie ist nicht mühelos zu vernaschen. Sie ist, so leid es mir tut, nicht zum Nulltarif zu haben. Man muss sie lesen, ihre Fremdheit aushalten und geduldig, parallel zu ihrem Gewebe, selbst ein Gewebe des Verstehens erstellen.
 

Samstag, 1. September 2012

Jesus (1)_Das Lese-Projekt

Kein Mensch hat die Weltgeschichte so beeinflusst wie er. Kein anderer Mensch hat die Menschheit so gespalten und doch so vereint wie er. Er ist besonders: besonders nah, besonders fern, verständlich und unverständlich zugleich, versöhnend und trennend - etwas ganz Besonderes. Für viele Menschen in unserer Zeit scheint er jemand zu sein, mit dem Generationen vor uns noch etwas anfangen konnten, aber wir nicht mehr. Was ist interessant, was erstaunlich, was verblüffend, was ungewöhnlich oder sogar unangenehm?
Als ich im Frühjahr in Äthiopien war ist mir aufgefallen, dass man sich mit Christen in Äthiopien nicht unterhalten kann, ohne nach zwei Minuten über Jesus zu sprechen. In Deutschland ist meine Erfahrung, dass man nach zwei Minuten bei den Problemen mit der eigenen Gemeinde oder der eigenen Befindlichkeit landet, aber nicht bei Jesus.
Die Christen in Äthiopien haben mich angestachelt, mehr über Jesus zu erfahren. Und deshalb habe ich mir einige Bücher gekauft, um mich auf die Spurensuche zu begeben. Ich lade dich ein, mitzugehen. In diesem Blog werde ich meine Fundstücke preisgeben.
Also gehen wir mal los. Der erste Wegbegleiter ist Klaus Berger. Sein Buch heisst schlicht und einfach: Jesus.
Interessanter Ansatz im Vorwort: "Jesus versteht man eben nicht nur mit dem Kopf. Wer etwas von ihm wissen will, muss sich auf die kongeniale Erkenntnisweise der Mystik einlassen."
Nun denn: Lassen wir uns auf diesen Ansatz ein ...

Sonntag, 5. August 2012

Schreiben wie gedruckt (10)_Basics: Schreiber sind Leser


Über das LESEN und SCHREIBEN


Gute Schreiber sind auch gute Leser!

Deshalb: Wenn Sie gut und kreativ schreiben möchten, sollten Sie viel lesen. Und zwar alles, was Ihnen zwischen die Finger kommt:
Bücher, Zeitungen, Prospekte, Essays, Lebensberichte und Speisekarten.
Beschäftigen Sie sich mit den unterschiedlichsten Themen. Die Verwendung für dieses Wissen wird automatisch kommen.
Wenn Sie ein Buch gelesen haben, dann machen Sie nicht einfach den Deckel zu und nehmen das nächste, sondern reflektieren Sie einige Augenblicke über den Inhalt.

Wenn Sie wissen wollen, wie man gut schreibt, dann lesen Sie auch die Zeitung einfach mal etwas analytisch.

Fragen, die dabei helfen sind:
Weshalb hat mich dieser Text bewegt?
Wenn ich den Inhalt in einem Satz zusammenfassen würde, wie wäre der?

Rekapitulieren Sie folgende Fragen, oder besser noch, fragen Sie sich das gleich beim Lesen:
  • Was hat mich an diesem Buch/Text/Artikel neugierig gemacht?
  • Was hat mich zum Weiterlesen verführt?
  • Wie gelang es dem Autor, mich in die Geschichte hineinzuziehen?
  • Was fesselte mich?
  • Warum lese ich überhaupt weiter?

oder im Negativ-Fall:
  • Warum langweilt mich der Text?
  • Was stößt mich ab?
  • Warum lese ich nicht mehr weiter? 
Viel Spaß beim Lesen - und beim Schreiben! Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem Workshop die Lust aufs Schreiben wecken konnte. Falls Sie noch mehr erfahren möchten:
Zweimal im Jahr gibt es bei der Christlichen Medienakademie in Wetzlar (cma) einen Workshop zum Thema "Kreatives Schreiben" mit mir als Trainer. Hier finden Sie Infos dazu:
www.christliche-medienakademie.de

Donnerstag, 2. August 2012

Schreiben wie gedruckt (9)_Basics: Phasen des Schreibens


Von der Idee zum Text
Wie bei jedem Projekt mußauch ein größeres Schreibprojekt sorgfältig geplant und gemanagt werden. Schondie antike Rhetorik unterteilte deshalb den Schreibprozeß in fünf Phasen, dieihre Gültigkeit bis heute nicht verloren haben.

Vorbereitung.Zunächst gibt es eine Vorbereitungsphase, in der die Idee zu einem Textentsteht bzw. Gestalt annimmt. Der Schreiber überlegt, was er mit seinem Texterreichen möchte, wie sich das Thema anpacken und darstellen läßt, woher erInformationen bekommt, wie er das Schreibprojekt zeitlich organisiert.

In dieser Phase kommt Ihnenetwas zu gute, dass kreative Menschen auszeichnet: Neugier.
Seien Sie grundsätzlich anNeuigkeiten interessiert! Kümmern Sie sich um andere Menschen und ihreProbleme. Erkunden Sie die Lebensumstände von anderen Menschen. Lassen Sie sichihre Biographie erzählen oder aus ihrem Berufsleben erzählen. Daraus kann Stofffür eine Erzählung, einen Bericht oder eine Reportage entstehen.

Mischen Sie sich inKaufhäusern, auf Campingplätzen in Supermärkten bewußt unter die Leute undbeobachten Sie. Das ist der Stoff, aus dem Stories entstehen. Und suchen Siesich Ihre Inspirationsquellen:

Ø   Beispiel
FranzKafka hat immer im Trubel der Familie am Küchentisch geschrieben
JohnGrisham nutzt die frühen Morgenstunden, wo die anderen noch schlafen.
 Wenn Adrian Plass nichts mehr einfällt, hat er zwei Orte, wo er neue Inspirationen sammelt : Doppeldecker-Bus fahren in London oder
inLieblingscafé sitzen und Leute beobachten.

Planung.Der zweite Schritt des Schreibprozesses ist die Planungsphase: Jetzt werden dieentscheidenden Weichen gestellt. Der Schreibende ist in dieser Zeit intensivmit Recherchieren beschäftigt. Er weiß, welche Aspekte des Themas in demspäteren Text auf keinen Fall fehlen dürfen. Strukturierungsmöglichkeitenkristallisieren sich heraus und werden auf ihre Brauchbarkeit überprüft. DerZeitbedarf für die Textproduktion läßt sich grob abschätzen.
Am Ende der Planungsphase werdenAbsicht, Umfang und die Gliederung des künftigen Textes zu einem Textkonzeptzusammengefaßt. Dieses Textkonzept ist für den fertigen Text das, was derRohbau für ein neues Haus darstellt. Seine Durchdachtheit bürgt für dieQualität des Endprodukts.; Investieren Sie in diese Phase also lieber zu vielZeit als zu wenig!

Erarbeitung.Die dritte Phase ist das eigentliche Schreiben, das Erarbeiten eines Rohtextes.Diese Phase erfordert sehr viel Kreativität und läßt sich nur schwer steuern.Die gesammelten Ideen und Gedanken werden jetzt in Sprache umgesetzt. Dabeitauchen immer wieder Fragen und Einsichten auf, die vorher nicht bedachtwurden. In der Praxis ist deshalb die Erarbeitung mit Phasen der Recherche undder Überarbeitung durchsetzt.
Wenn die Erarbeitungsphasegut vorbereitet wurde, können sich in dieser Phase die kostbaren Momente derLeistungseuphorie einstellen.
Deshalb ist es wichtig, daßSie frühzeitig mit der Erarbeitung beginnen: sobald die Gliederung steht undSie das Wichtigste gelesen haben. Für einen frühen Start spricht auch, daß erstdie Erarbeitung eine wirkliche Klärung des Themas bringt..

Überarbeitung.In der vierten Phase des Schreibprozesses geht es darum, dem ungehobeltenTextrohling Schliff und Glanz zu verleihen. Je nach Qualität der Rohfassungkann diese Phase ein hartes Stück Arbeit sein und viel Zeit in Anspruch nehmen.Satz für Satz gilt es, die Lesbarkeit und Verständlichkeit des Textentwurfs zuverbessern:
-       Kannder Leser die Gedankenführung nachvollziehen?
-       Stimmendie Satzlängen?
-       Wasläßt sich kürzen, was vereinfachen?
-       Läßtsich ein Substantiv durch ein Verb ersetzen?

Meistens ist dasArbeitspensum so groß, daß der Schreiber sich mehrmals durch den Texthindurcharbeiten muß.
Viele Schreiber warten mitder Überarbeitung längerer Texte übrigens nicht, bis die Rohfassung fertig ist,sondern wechseln zwischen Erarbeitung und Überarbeitung – kreativemGedankenfluß und kritischer Detailarbeit – hin und her. Erarbeiten undÜberarbeiten gehen in diesem Fall nahtlos ineinander über.

Endkorrektur.Bei der abschließenden Endkorrektur werden die letzten sprachlichenUnschönheiten, Rechtschreib- und Trennfehler und Verstöße gegen dieZeichensetzung beseitigt. Diese Qualitätssicherung entscheidet, wie ein Textauf den ersten Blick wirkt: flüssig lesbar oder gespickt mit sprachlichenStolpersteinen, schlampig oder vertrauenerweckend, dilettantisch oderprofessionell. Wer keine Mühe für die »Äußerlichkeiten« seiner Texte aufwendet,wird selten Anerkennung für die beschriebenen Inhalte ernten.

Also: Starten Sie einfach die erste Phase. Am besten noch heute. 

Sonntag, 29. Juli 2012

Schreiben wie gedruckt (8)_Basics: Einfach anfangen


Wie fange ich an?

Bevor ich anfange zu schreiben, sollte ich folgendeFragen beantworten können:
  1. Worüber will ich schreiben?
  2. Welche Inhalte/Aspekte sind wichtig und was möchte ich vermitteln?
  3. Welche Zielgruppe spreche ich an? / Für wen schreibe ich?
  4. Wie gehe ich sprachlich am besten vor, um die Zielgruppe zu erreichen?

Die Zielgruppe eines Textesist immens wichtig, wenn wir nicht an den Ohren und den Herzen unserer Leservorbeischreiben wollen. Denn es ist ja unser Ziel, die Leser zu erreichen,sonst bräuchten wir überhaupt nicht zu schreiben. Texte, die keiner liest, sindes auch nicht wert, geschrieben zu werden. (es sei denn, man schreibt nur fürsich selbst!)

Warum liest aber jemand einen Text?Ich habe mich früher als Redakteur - und tue es heute auch noch - immer wiederbeim Schreiben gefragt: „Warum sollteein Mensch 10 oder 15 Minuten seiner wertvollen Lebenszeit dazu verwenden,deinen Text zu lesen?“

Ich habe bisher nur eine Antwortdarauf gefunden: Weil er interessantist!  Keiner zwingt sich über einenlangen Zeitraum Dinge zu lesen, die ihn nicht interessieren.

„Interessant ist, was neu ist“, so sagen die Journalisten – und siehaben Recht damit, denn nur das Neue reizt zum Lesen.

Einfach mal einige Kriterien, diebei der Zielgruppendefinition eine entscheidende Rolle spielen können:

  • Geschlecht (Mann, Frau)
  • Alter (Senioren, junge Familien, Jugendliche,junge Erwachsene) 
  •  Familienstand (Single, verheiratet, Familie,verwitwet)
  •  Gemeindezugehörigkeit (langjährige Christen,Neubekehrte usw.)
  •  soziale Schicht (Umgang mit Sprache, usw.)
  •  Fachpublikum

Die Zielgruppebestimmt auch die Sprachform! Und auch das Genre, in dem ich schreibe!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Schreiben wie gedruckt (7)_Basics: Schreibkompetenz erwerben


Der Schreiber und seine Schreibe:

Unsere Lebenserfahrung hat Einfluß auf unsere Schreibkompetenz! Oder mit anderen Worten: Es kann nur besser werden! (J)
Wer kreativ schreiben will, kann das nicht im „luftleeren Raum“ tun, sondern nimmt sich selbst dabei immer mit auf die Reise zum Leser. Und je älter wir werden, desto besser werden wir auch.
Rainer Maria Rilke drückt es in seinem „Brief an einen jungen Dichter“ – lyrisch versiert – so aus:
„Künstler sein heißt: nicht rechnen und zählen; reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht ohne die angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch. Aber er kommt nur zu den Geduldigen.“


Wie erhalten wir Schreibkompetenz?

Woraus werden gute Geschichten, Erzählungen, Romane gemacht?
Gute Autoren:
  1. verwenden ihr eigenes Leben, ihre Erlebnisse und Erfahrungen
  2. verarbeiten zusätzlich fremdes Leben, zum Beispiel Geschichten von Freunden oder lassen bekannte Personen zum Vorbild und Phantasieanstoß werden.
  3. filtern die Geschichten, Ideen und Denkansätze und reichern das Ergebnis mit Erfindungen, und fiktiven Gedanken an.
Tipps für gute Stories, die auf der Lebenserfahrung ihrer Schreiber beruhen:

  • Lebenserfahrung kann Ihnen nur nützen. Auch seelische Konflikte, Leid und Schmerz. Steigen Sie ruhig einmal in Ihren Keller hinab und schauen nach, ob dort nicht eine „versteckte Leiche“ liegt.
  • Lassen Sie Ihre Wunden heilen, und legen Sie eine innere Distanz zu den Lebenskrisen. Erfolgreiches Schreiben beginnt damit, dass man selbst „über den Dingen“ steht.
  • Wenn Sie sich in andere Menschen hineindenken können, ist das ein Vorteil.
  • Wer schreibt sollte neugierig sein, an allem interessiert, und möglichst Menschen, Dingen und Situationen mit einer Offenheit begegnen.

Samstag, 21. Juli 2012

Schreiben wie gedruckt (6)_Basics: Zeit zum Schreiben


Wann und wie wir schreiben können:
Viele Menschen träumen davon, einmal viel Zeit zum Schreiben zu haben. Und weil ihnen der Alltag diese Zeit nicht gibt, fangen sie nie an zu schreiben. Sie träumen davon, einmal vier Wochen auf einer einsamen Insel zu sein und das zu tun, was ihnen am meisten am Herzen liegt: Schreiben!

Aber wie wir alle wissen: So läuft das nicht! Und dann haben wir uns vielleicht doch mal zwei Stunden im Alltag rausgeschunden – und auf einmal fällt uns nichts ein! Nichts will uns gelingen – und aus unserem „kleinen Träumen“ wird nur „großer Frust“. Im schlimmsten Fall verabschieden wir uns von dem Projekt „Schreiben“.

Andere meinen, wenn sie in Pension gehen, hätten sie dann endlich Zeit zum Schreiben. Aber wie sagt der Volksmund so schön: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“

Wer schreiben möchte, sollte es tun – und zwar sofort, hier und heute.

Schreiben geht auch zwischendurch. Sie können es über den ganzen Tag verteilen. Ein Spaziergang an der frischen Luft wird Sie sogar auf neue Gedanken bringen.

Wenn Sie sich selbst einmal beobachten, dann stellen Sie fest: Was Ihnen wichtig ist, dafür haben Sie auch Zeit!

Und damit sind wir an einem entscheidenden Punkt: Wie wichtig ist Ihnen das Schreiben?

Wer gerne schreibt, der sollte eigentlich immer etwas zum Schreiben dabei haben. Wie wir aus Erfahrung wissen, gehen Ideen rasend schnell verloren. Ein kleines Stichworte-Buch hilft, dass wir uns später noch daran erinnern, wenn wir die Ideen gut gebrauchen können.

Also einfach alles notieren - am besten noch heute. 

Sonntag, 24. Juni 2012

Schreiben wie gedruckt (5): Basics_Die richtige Einstellung

 Mit der richtigen Einstellung schreiben
 
Wissen Sie, warum es vielen Menschen schwer fällt, ein Buch zu schreiben? Es gibt sicher ganz viele Gründe dafür, aber um 3 soll es im heutigen Tipp gehen:

1. Sie haben vielleicht schon einmal negative Kritik auf Texte bekommen und haben nun keine Lust mehr, neue zu schreiben.
2. Ihre eigenen Ansprüche an sich selbst sind zu hoch.
3. Die berühmte „Schere im Kopf“ lässt Sie viele Gedanken verwerfen, weil sie meinen, aus diesem Stoff, könnte man doch nichts machen.

ABER: Es gibt auch Gegenmittel:
1. Entwickeln Sie Mut zum eigenen Stil. So wie Sie bringt kein anderer Ihre Gedanken zu Papier. So wie Sie sieht kein anderer Mensch die Welt. Ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse haben nur Sie selbst. Kein anderer. Deshalb: Entwickeln Sie Mut zum eigenen Sitl und stehen Sie zu sich selbst. Sie sind ein Original.

2. Vergessen Sie, was andere sagen und fangen Sie einfach wieder an zu schreiben. Stehen Sie zu Ihrer Einzigartigkeit und zu Ihren Ideen. Die anderen können ja selbst etwas schreiben, wenn sie können.
Und: Wenn es bei Ihnen nicht zum „großen Roman“ reicht, dann schreiben Sie doch einfach eine Kurzgeschichte.

Und zuletzt zur „Schere im Kopf“: Woher wissen Sie, dass Ihre Geschichte langweilig ist. Das können Sie doch gar nicht wissen, bevor Sie nicht niedergeschrieben wurde.

Deshalb: Fangen Sie einfach an oder schreiben Sie einfach weiter an Ihrem Buch – am besten noch heute!

Mittwoch, 20. Juni 2012

Schreiben wie gedruckt (4): Basics_10 Gründe, warum wir schreiben


Es gibt sicher tausend Gründe, warum Menschen immer wieder in die Tasten hauen oder zu Stift und Papier greifen.
 
Zehn davon will ich kurz nennen:
  1. Dokumentation – Wir wollen etwas festhalten, was wir erlebt, gesehen, gehört oder durchstanden haben. (Beispiel: Tagebuch von Jugendlichen). Durch das Schreiben können wir – ähnlich wie auf einem Foto – Situationen festhalten. Tagebücher sind eine wundervolle Art, das eigene Leben zu dokumentieren. Geschichten und Gedichte können das auch, vor allem wenn sie mit Datum versehen werden.
  1. Information – Wir haben etwas mitzuteilen und wollen andere an unseren Gedanken, Ideen, Beobachtungen usw. teilhaben lassen. Die meisten Business-Texte, aber auch Notizen, Briefe usw. dienen diesem Ziel.Oder wir wollen etwas verkaufen, und geben die Informationen darüber schriftlich weiter.
  2.  Themen erforschen – Wenn wir schreiben, können wir den Dingen auf den Grund gehen. Während des Schreibens kommen uns neue Gedanken und wir können auch neue Richtungen einschlagen oder neue Erkenntnisse gewinnen, wenn wir das, was wir wissen, erstmal zu Papier gebracht oder in den PC getippt haben.
  3. Herausforderungen suchen – Schreiben kann eine echte Herausforderung sein. Wenn wir uns vornehmen, eine Erzählung oder einen Roman oder ein Sachbuch zu schreiben, dann können wir uns darauf einstellen, dass das einiges von uns abverlangen wird. Es kann sein, dass sich die Fertigstellung eines solchen Werkes über mehrere Jahre hinweg vollzieht, weil wir uns zwischendurch „aus“geschrieben haben. Trotzdem ist es eine der reizvollsten Herausforderungen, die ich mir vorstellen kann.
  4. Anderen eine Freude bereiten – Vielleicht erzählen Sie abends den Kindern vor dem Schlafengehen eigene Geschichten. Dann haben Sie schon erlebt, dass Geschichten fesseln, unterhalten, begeistern, zu Tränen rühren oder zum Lachen bringen können. Oder sie möchten andere ermutigen - warum nicht durch eine eigene Geschichte, einen eigenen Kartentext oder ein kleines selbst geschriebenes Lied?
  5. Kreativität wecken – Schreiben – und vor allem das kreative Schreiben – weckt unsere kreative Seele. Wir lernen uns, unsere Begabungen und Chancen, aber auch unsere Begrenzungen sehr gut kennen. Manchmal bekommen wir auch eine Tiefe in unser Leben, die so manche Oberflächlichkeit ausgleicht.
  6. Selbsterkenntnis und Selbstausdruck – Wir können Schreiben ganz gezielt zur Selbsterkenntnis einsetzen. Einschneidende Erlebnisse lassen sich besser verarbeiten, wenn sie zu Papier gebracht werden. Ähnlich wie beim Malen können wir unsere Persönlichkeit auch beim Schreiben zum Ausdruck bringen.
  7. Reflektion – Unsere Gedanken, Erlebnisse und Überlegungen aufzuschreiben, ermöglicht es uns, eine gewisse Distanz dazu zu bekommen. Manchmal sieht man die Dinge klarer, wenn man sie von oben betrachtet! Und das ist beim Schreiben gegeben, zumindest wenn das Blatt Papier vor einem liegt.Beim PC kann man immerhin noch den Frontalblick bekommen ...
  8. Sich verewigen – Manche schreiben Bücher, um sich zu verewigen. Manche dieser Bücher landen dann allerdings auch im Papierschredder, was oft das beste ist, was ihnen in aller Ewigkeit passieren kann. 
  9. Spaß – Schreiben macht einfach Spaß! Es ist einer der schönste Gründe (neben einem guten Essen) länger am Tisch zu verweilen.
Es gibt noch mehr gute Gründe, zu schreiben. Sicher fallen Dir noch einige ein. Wichtig ist es, einfach anzufangen. Am besten noch heute.